Barnim Fun Diver
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InKontakt 2014 in Schwedt/Oder

Am letzten Wochenende (14. und 15. Juni 2014) war es wieder so weit. Zum zehnten Mal öffnete die InKontakt Messe, in Schwedt an der Oder, ihre Tore für die Besucher. Zahlreiche Aussteller aus allen Branchen hatten die Chance genutzt, ihr Unternehmen und ihre Produkte zu präsentieren.

Auch wir waren der Einladung der Tauchschule Eberswalde gefolgt und zeigten uns erstmalig auf der Messe. Wie schon in den letzten Jahren wurde auch dieses Jahr der Tauchturm für die Veranstaltung geordert.

Schon am Freitag ging es zum Mittag los. Einpacken, hinfahren, auspacken und aufbauen forderten den gesamten Nachmittag. Wie vom Veranstalter zuvor zugesichert wurde, sollte uns die Feuerwehr mit 9000 Litern Wasser, für den Tauchturm versorgen. Somit standen wir, gerade erst angekommen, vor unserem ersten Problem. Aufgrund einer landesübergreifenden Übung auf der Oder stand uns die Feuerwehr, laut Veranstalter, nicht zur Verfügung. Vielmehr sollten wir die 9000 Liter Wasser aus einem nahen Wasserhahn ziehen und damit unsere Tauchturm füllen. Finde den Fehler!

Der besagte Wasserhahn.

Da uns die Aussicht den Turm mit einem Gartenschlauch zu füllen nicht so rosig erschienen, wendeten wir uns selbst an die Feuerwehr. Nach zwei kurzen Telefonaten erklärten sich die Kameraden der Feuerwehr Schwedt bereit, uns zu helfen.

Zur Information: Nimmt man einen Wasserhahn mit einer Leistung von 20 Litern pro Minute (hoch gerechnet) so ergibt sich, bei 9000 Litern Fassungsvermögen, eine Zeitspanne von 7,5 Stunden bis der Tauchturm gefüllt gewesen währe.

Das LF 20/20 der HAK schwedt/o.

An dieser Stelle ein recht herzlichen Dank an die Kameraden der Feuerwehr Schwedt für Ihre Unterstützung. Ohne euch säßen wir noch heute auf dem Trockenen.

Thomas Golawski bei Instandsetzungsarbeiten am Turm

Wie es den Anschein machte, sollte doch alles klappen. Nur eine Sache trübte die Aussichten. Das sogar im wahrsten Sinne des Wortes. Die Wasserqualität versprach nicht das schöne Taucherlebnis. Aber um meinen Mitstreiter zu zitieren:

 

"Mach dir mal keine Sorgen. Das wird schon. Morgen früh hast Du glasklares Wasser."

 

Wir werden es sehen.

Alles geschafft! Der Turm stand und die Stände waren aufgebaut. Noch ein paar Handgriffe und schon liefen auch die Pumpe und Heizung. Recht müde ging es Richtung Heimat und dort auch früh ins Bett denn der nächste Tag wird lang und anstrengend werden.

Samstag früh....Viel zu früh ereilte mich eine freundliche SMS mit dem dezenten, aber eindeutigen, Hinweis: JETZT!!! Ein eindeutiges Zeichen, das wir uns in Richtung Schwedt begeben. Vierzig Minuten später war unser Ziel erreicht und wir begannen mit dem Einrichten der stände und den Vorbereitungen zum Tauchen. Zuvor mussten wir aber einmal zum einst trüben Wasser gucken. Thomas hatte nicht zu viel versprochen. Das Wasser war kristallklar und hatte "frische" 35° Celsius.

Zum Glück war auch Sabine zu uns gestoßen den so hatten wir 2 Zusätzliche helfende Hände, die wir gut gebrauchen konnten. Immerhin wurde die Arbeit nicht weniger. Stände einräumen, Geräte vorbereiten, die Temperatur im Tauchturm runterdrehen und noch einmal Pipi machen. Alles innerhalb kürzester Zeit denn die ersten Besucher waren schon da.

Wie es zu erwarten war, war der Tauchturm wie ein großer Magnet für Jung und Alt. Hierbei trennten sich die Interessen zwischen Kindern die "einfach mal probieren" wollten und erstaunlich vielen älteren Menschen die fast immer den selben Spruch brachten.

 

"Ich hatte nie Zeit aber jetzt bin ich Rentner. Jetzt habe ich Zeit und Lust. Wo kann ich tauchen lernen?"

 

Ich gebe zu, dass ich darüber recht erstaunt war.

Da ich aber die meiste Zeit den Kopf im Wasser hatte, bekam ich vom Treiben auf dem Trockenen nicht so viel mit. Viel mehr vergnügte ich mich damit zu warten bis Kinder erstaunt vor der Scheibe standen, sie dann heranzuwinken und ihnen dann die Zunge rauszustrecken. Die Kinder hat es gefreut, und wie ich feststellen durfte, gibt es auch bei den Eltern Pluspunkte, wenn man dasselbe bei ihnen macht.

Es ist 15 Uhr und langsam aber sicher machen sich Kopfschmerzen breit. Nicht optimal aber irgendwie war ich, glaube ich, der einzige Taucher, der eingeplant war. Umso schöner war es, als ich durch mein Bullauge auf einmal sah, wie ein Paar grüne Flossen Richtung Tauchturm getragen wurden. Juhuuuu.... . Alex ist da. Die ersehnte Ablösung.

Alex etwas gelangweilt. Nächstes Jahr wird er Frauenbeauftragter vom Turm.

So fristete mein Alex nun sein Leben als menschlicher Kugelfisch genau wie ich kurz zuvor. Komischerweise wurden die begeisterten Kinder nicht weniger. Und gerade, wenn Du denkst, es seien alle Schwedter Kinder schon im Wasser gewesen, geht das wieder von vorne los.

 

Memo an mich selber: Im nächsten Jahr das Wasser kühlen statt heizen.

Samstagabend gegen 18:30 Uhr. Alex wurde durch Sabine abgelöst und auch Andrea ist zur Messe gekommen um uns zu unterstützen. Nachdem die letzten Kinder "verjagt" wurden ist es Zeit sich um sich selber zu kümmern. Für diesen Moment hatten wir uns einen Grilleimer mitgebracht. Coole Erfindung. Ein wenig Kohle und los geht es. Gestärkt und zunehmend der Fressnarkose nahe ging es nach Hause. Ich war fix und fertig.

Der Sonntagmorgen verlief ähnlich wie der Samstag. Nur das es heute keine freundliche SMS gab. War ja auch nicht nötig. Immerhin waren wir wach, jung und motiviert. Vor allem aber waren wir wach. Und das um die Uhrzeit.

In Schwedt angekommen gab es den ersten großen Schreck. Der OBI Eimer, in dem der Grilleimer stand, ist geklaut worden. Der Grill stand noch da aber der Einer war wohl zu wertvoll um ihn stehen zu lassen. Scherz beiseite. Das eigentliche Problem war, dass das Wasser kalt und trübe war. Über die Nachtstunden war wohl der Strom ausgefallen. Somit wurde das Wasser nicht geheizt. Einige kurze Handgriffe und schon lief alles wieder. Allerdings bekamen wir auch bis zum Ende des Tagen das Wasser nicht mehr so klar wie am Vortag. Sehr schade aber nicht zu ändern.

Heute war Sabine`s Tag. Runde um Runde und Stunde um Stunde verbrachte sie im Becken, um auf die Sicherheit der Kinder zu achten. Erst am Nachmittag ging ich mit rein und übernahm diese Aufgabe. Ich währe nicht ich, wenn ich nicht auch in dieser Situation ein Mittel gefunden hätte, viel Spaß zu haben. Bei dem leicht trüben Wasser konnte man von innen mehr sehen als von außen. Wenn jetzt also Kinder an der Scheibe standen, konnte man Hai spielen und blitz schnell an das große Bullauge schwimmen. Macheiner hat sich doch etwas erschrocken.

Einfach abschalten

Alles geht einmal zu Ende und auch für uns ging ein schönes, aber nicht ganz so pannenfreies, Wochenende dem Ende zu. Gemütlich saßen wir noch einmal zusammen und genossen ein Eis während das erlebte noch einmal nachbesprochen wurde.

Es hat Spaß gemacht und war, trotz der kleinen Hürden, dank des super Teams ein voller Erfolg. Ich freu mich aufs nächste Jahr und auf Euch.

 

Bis dahin euer Thomas...

Letztes Homepage Update am

09.12.2018 um 11:09 Uhr

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