Hufeisensee & Löbejün 2019

Kaum einer blieb verschont! So könnte man dieses Wochenende zusammenfassen denn irgendwie war am Hufeisensee der Wurm drin. Woran das lag? Ich habe keine Ahnung. Lasst mich, um dann zu den schönen Dingen zu kommen, die unschönen Ereignisse aufzählen:

 

 

  • Lampenkabel von Schauis Lampe defekt
  • Markus Trocki: Defekt am Knie durch "Steinschlag"
  • Thomas Trocki: Totalausfall durch Defekt am Reißverschluss
  • Einige Wassereinbrüche bei anderen Gruppenmitgliedern

Aber davon mal abgesehen hielten sich die Verluste in Grenzen. Zum Glück hatte Ines nicht die Mares Regler dabei denn sonst währe die Liste noch länger geworden.

 

Trocknungsversuch mittels Föhn
Trocknungsversuch mittels Föhn
Unser Wochenendmaskottchen
Unser Wochenendmaskottchen

Alles in allem war das Wochenende toll. Egal ob es hier um den Hufeisensee oder die ORCA Basis geht. Wer zum ersten Mal zu Besuch auf der Basis ist und von Hemmor oder sonstigen Standort verwöhnt ist, wird hier vielleicht einen Augenblick brauchen, um sich an alles zu gewöhnen.

 

Nein! Hier ist die Zeit nicht kurz nach der Wende stehen geblieben. Aber es handelt sich eben um ein Vereinsgelände und dieser schein nicht darauf aus, das schnelle Geld zu machen. Nur 12,50 Euro zahlten wir pro Person und Übernachtung. Damit ist es absolut OK, dass es sich um 3 und 5-Bett Zimmer handelt. Wir wollen ja tauchen und nicht 5 Sterne Urlaub machen.

 

 

Einige Worte möchte ich über unser Zusammentreffen mit dem Tauchclub ORCA Halle e.V. jedoch noch verlieren. Vom ersten Moment an hatte man das Gefühl ein Teil des Teams zu sein. Vielen Dank an Wolfgang, der uns sprichwörtlich an die Hand nahm und uns nicht nur die Besonderheiten des Sees erklärte.

 

 

 

Die Basis, oder besser gesagt das Vereinsgelände, ist gut ausgestattet. Kompressor, eine Werkstatt und viele Verweilmöglichkeiten schaffen Ruhe und Zufriedenheit zwischen den Tauchgängen. Bei bedarf wird auch das alte GST Boot wieder flott gemacht und kann für einen lächerlich kleinen Betrag samt Skipper gemietet werden. Auch hier leistete Wolfgang wieder beste Arbeit.

 

Der Verein verfügt über einen Einstieg in den See direkt neben der Basis. Wenige Schritte über die Straße und schon kann es losgehen. Bereits vom Steg aus kann man die gute Wasserqualität bzw. die guten Sichtbedingungen erahnen.

 

Einzig die Tatsache, dass direkt zum Einstieg die Wasserski Sportler kreuzen, trübt den hemmungslosen Tauchspaß etwas. Während wir zu Gast waren, gab es hier aber keine Aktivitäten.

 

Der See bietet eine Wassertiefe von mehr wie 20 Metern. Jedoch lohnte es sich, jedenfalls an diesem Wochenende, nicht tiefe wie 13 Meter zu gehen. Hier gab es wirklich nur trübe Aussichten.

 

Kein Problem. Dümpeln wir eben etwas weiter oben herum. Hier kamen wir voll auf unsere kosten. War für mich bisher immer der Straussee die Adresse Nummer eins, wenn es darum ging Hechte zu knipsen so ist es ab sofort der Hufeisensee.

 

Bei unseren Nachttauchgänge hat man das Gefühl, es gäbe hier kaum andere Fische.

Große Hechte, mittlere Hechte, kleine Hechte, scheue Hechte, gelangweilte Hecht.... Es gab alles und das noch reichlich. Ein tolles Erlebnis. So konnte man sich auch mehrfach in Wasser stürzen und es wurde nie langweilig.

 

v.l.n.r. Schaui, Ines, André, Silvana
v.l.n.r. Schaui, Ines, André, Silvana
Fachgespräche zwischen den Tauchgängen
Fachgespräche zwischen den Tauchgängen

Mit tollen Erinnerungen im Gepäck verabschiedeten wir uns am Sonntag von Wolfgang und einigen anderen Vereinsmitgliedern und machen uns fast auf den Heimweg.

 

Ja! Nur fast. Wir hatten da ja noch eine Kleinigkeit vor.

Kreuzfahrtdirektor Schaui hatte noch einen Halt am Tauchkessel Löbejün angeordnet. Da ich persönlich hier noch nie abgetaucht bin und eine eventuelle Schließung der Kessel 1 und 2 im Raum stehen, wollte ich mir die Gelegenheit nicht entgehen lassen.

 

Jede Menge Trubel herrschten vor und auf dem Gelände. Gigantische Sichtweiten wurden versprochen und so ist es kaum verwunderlich, dass ich (trotz defektem Anzug) schnell abtauchen wollte. Im Gegensatz zu Hemmor musste ich vorher auch keinen Kaffee trinken.

 

 

 

 

 

Nach dem Tauchgang fassten die Kesselveteranen die Sicht mit "So schlecht war die Sicht noch nie" zusammen. Ja, es waren viele Schwebeteilchen unterwegs aber es reichte um einen schönen Tauchgang zu haben. Besonders gespannt war ich auf die Störe. Schon oft davon gelesen und häufig in Videos gesehen wollte ich sie dieses Mal selber live erleben.

 

Ein gigantisches Erlebnis. Sicher, es war kein Waal im offenen Meer aber wenn man solche Fische das erste Mal sieht ist das schon toll.

 

Während ich mich dem wilden Fotografieren hingab, versuchte Markus auf seine Art meine Aufmerksamkeit zu bekommen.

 

Offensichtlich hatte er eine leere Bierflasche gefunden und wollte sie nun allen zeigen. Den großen Stör neben uns bemerkte er nicht. War die Flasche doch nicht leer?

 

Wieder einmal eine Geschichte über die wir in einigen Jahren noch lachen werden.

 

Ich freue mich auf 2020 mit Euch und hoffe, dass auch unsere Vorhaben für 2021 klappen werden.

 

Euer Geschichtenerzähler, Thomas.